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Frauenkreis der ehemaligen Hoheneckerinnen |
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Die Festung Hoheneck im mittleren Erzgebirge liegend, gehört zum Ort Stollberg. Sie hatte viele unterschiedliche Besitzer. Ab 1864 erfolgte ihre Nutzung als Gefängnis, damals für Männer und Frauen vorgesehen. 1950 wurde sie von der Volkspolizei übernommen und als "Strafvollzugsanstalt Hoheneck" zu dem Frauenzuchthaus der DDR gemacht. Die ersten Häftlinge, die 1950 dorthin kamen, waren die Frauen, die nach Auflösung der sowjetischen Lager Sachsenhausen, Bautzen und Buchenwald zur weiteren Strafverbüßung an die DDR übergeben wurden. Damit begann die Geschichte des berüchtigtsten Frauenzuchthauses in der DDR. Hier gab es zeitweilig bis zu 1.600 Häftlinge, die in Baulichkeiten leben mussten, die schon im Kaiserreich wegen der unhaltbaren Zustände öffentliche Kritik erregten. Unter den unmenschlichen Haftbedingungen kam es immer wieder zu Todesfällen und im Oktober 1953 zum Hungerstreik von mehr als 1.000 inhaftierten Frauen. 1974 erreichte die Anstalt die größte Gefangenenanzahl und war damit zu einem Drittel Überbelegt. Der Anteil der politischen Gefangenen betrug damals etwa 40 Prozent. Politische Häftlinge konnten ab 1963 von der Bundesrepublik freigekauft werden, dafür wurden die weiblichen Häftlinge zuvor extra nach Hoheneck verlegt. In Hoheneck mussten die Häftlinge, so wie auch in anderen Gefängnissen der DDR, unter teilweise unmenschlichen Bedingungen Arbeiten. Exportiert wurden diese Produkte oft für Devisen in die Bundesrepublik. Mit der Wende 1989 wurden die letzten 126 politische Häftlinge amnestiert. Das Gefängnis wurde vom Freistaat Sachsen weiter genutzt, ab 1994 auch wieder für Männer. 1991 wurde im Haus 6 eine Mütter- und Kinderstation eingerichtet. Am 21.4.2001 verlegte das sächsische Innenministerium die letzten weiblichen Häftlinge und schloss die JVA Hoheneck. |
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