Gästebuch

Annerose Matz-Donath

Annerose Matz-Donath

Herzlich willkommen in unserem Gästebuch,
liebe Leser- und -hoffentlich bald!- auch Schreiber! Ich grüße alle, die zum ersten Male diese Seiten aufschlagen ebenso wie die, denen die hier gesammelten Texte längst vertraut sind- oder soll man deutlicher sagen, die die Wirklichkeit dahinter nur allzu gut kennen?
Unser Gästebuch- ein Buch des Erinnerns! Ja, ein Stück unvergänglichen Gedenken an alle, die uns längst verlassen haben, von denen oft nur noch ihre Namen wie verblichene Spuren im Sand erhalten sind- Herzenspuren voller Leiden, voller bitteren Leids.
Aber die dürfen niemals im Dunkel des Vergessens verschwinden!

Das wünscht sich mit aller Kraft die, diesen Band heute in Eure Hände legt.

Das wünscht
Eure Annerose Matz-Donath

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14 Einträge
Annerose Matz-Donath aus Bonn schrieb am 13. Mai 2018 um 9:07:
"Wo sind die Toten von Hoheneck" Wie ein Schrei aus dem Dunkel unvorstellbar klingt es und ist doch nur der Titel eines Buches von Ellen Thiemann, in dem Sie Licht in die dunklen Geheimnisse der Hölle von Hoheneck trachtete. Ach, Ellen, viel hast du herausgefunden, viel hast du selbst erlitten. Mögest Du die ewige Ruhe finden. Deine langjährige Freundin und Kameradin Annerose Matz-Donath
"Wo sind die Toten von Hoheneck" Wie ein Schrei aus dem Dunkel unvorstellbar klingt es und ist doch nur der Titel eines Buches von Ellen Thiemann, in dem Sie Licht in die dunklen Geheimnisse der Hölle von Hoheneck trachtete. Ach, Ellen, viel hast du herausgefunden, viel hast du selbst erlitten. Mögest Du die ewige Ruhe finden. Deine langjährige Freundin und Kameradin Annerose Matz-Donath
Christian Dietrich aus Erfurt schrieb am 11. Mai 2018 um 10:42:
Ich trauere um Ellen Thiemann. Wir hatten im vergangen Jahr noch ein Zeitzeugenforum zu Hoheneck am Ort des ehemaligen Stasi-Untersuchungsgefängnis Gera geplant. Der Schatten der tötdlichen Krankheit lag schon über ihr. Leider kam sie nicht mehr nach Gera. Gut, dass das Archiv Bürgerbewegung mit ihr vereinbaren konnte, dass ihr Wirken wweitergehen kann. Sie war eine außergewöhnliche Frau, sie hat ihre Leidenserfahrungen produktiv verwandelt und über Jahrzehnte wertvolle Aufklärung zur kommunistischen Diktatur auf deutschem Boden zu hinterlassen. Der Thüringer Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur dankt ihr für die Klarheit und Ermutigungen.
Ich trauere um Ellen Thiemann. Wir hatten im vergangen Jahr noch ein Zeitzeugenforum zu Hoheneck am Ort des ehemaligen Stasi-Untersuchungsgefängnis Gera geplant. Der Schatten der tötdlichen Krankheit lag schon über ihr. Leider kam sie nicht mehr nach Gera. Gut, dass das Archiv Bürgerbewegung mit ihr vereinbaren konnte, dass ihr Wirken wweitergehen kann. Sie war eine außergewöhnliche Frau, sie hat ihre Leidenserfahrungen produktiv verwandelt und über Jahrzehnte wertvolle Aufklärung zur kommunistischen Diktatur auf deutschem Boden zu hinterlassen. Der Thüringer Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur dankt ihr für die Klarheit und Ermutigungen.
Edda Sperling aus PotsdamBerlin schrieb am 9. Mai 2018 um 14:09:
Von Tatjana Sterneberg und Carl-Wolfgang Holzapfel* Köln/Stollberg-Hoheneck/Berlin, 06.05.2018/cw – Ellen Thiemann (80) ist tot. Heute teilte ihr Sohn die traurige Nachricht der Öffentlichkeit mit. Die bekannte Buchautorin und vormalige Redakteurin im Kölner Express hatte im Herbst vergangenen Jahres die bestürzende Diagnose Krebs erhalten. Seither bereitete sie sich mutig und gefasst auf ihren Tod vor. Mit Ellen Thiemann verlieren die ehemaligen Hohenecker Frauen eine überaus engagierte Kämpferin für die Erinnerung an das größte Frauenzuchthaus der einstigen DDR. Sie war über Jahrzehnte die Stimme von Hoheneck, ehe andere Frauen, vielfach ermutigt durch sie, eigene Biografien über ihre Erlebnisse in dem Gemäuer der ehemaligen historischen Burg schilderten. Die Verstorbene wurde am 23.Mai 1937 in Dresden geboren. Dem heranwachsenden Mädchen blieben die furchtbaren, weil bewußten Erlebnisse besonders der letzten Kriegstage nicht erspart, die Bombardierung ihrer Geburtsstadt durch angloamerikanische Bomberverbände blieb ihr als leibhaftige Hölle auf Erden in bleibender Erinnerung. Vielleicht trugen diese jungen Erfahrungen zu ihrer Politisierung bei. Jedenfalls arbeitete sich die junge Frau bis in den Diplomatischen Dienst der DDR hoch, war schließlich als Dolmetscherin (Spanisch) tätig, die Thiemann zu einer Zeit Aufenthalte im Ausland ermöglichten, die normalen DDR-Bürgern verwehrt waren. Nachdem sie Ende der fünfziger Jahre den in der DDR bekannten Fußballer... Weiterlesen
Von Tatjana Sterneberg und Carl-Wolfgang Holzapfel* Köln/Stollberg-Hoheneck/Berlin, 06.05.2018/cw – Ellen Thiemann (80) ist tot. Heute teilte ihr Sohn die traurige Nachricht der Öffentlichkeit mit. Die bekannte Buchautorin und vormalige Redakteurin im Kölner Express hatte im Herbst vergangenen Jahres die bestürzende Diagnose Krebs erhalten. Seither bereitete sie sich mutig und gefasst auf ihren Tod vor. Mit Ellen Thiemann verlieren die ehemaligen Hohenecker Frauen eine überaus engagierte Kämpferin für die Erinnerung an das größte Frauenzuchthaus der einstigen DDR. Sie war über Jahrzehnte die Stimme von Hoheneck, ehe andere Frauen, vielfach ermutigt durch sie, eigene Biografien über ihre Erlebnisse in dem Gemäuer der ehemaligen historischen Burg schilderten. Die Verstorbene wurde am 23.Mai 1937 in Dresden geboren. Dem heranwachsenden Mädchen blieben die furchtbaren, weil bewußten Erlebnisse besonders der letzten Kriegstage nicht erspart, die Bombardierung ihrer Geburtsstadt durch angloamerikanische Bomberverbände blieb ihr als leibhaftige Hölle auf Erden in bleibender Erinnerung. Vielleicht trugen diese jungen Erfahrungen zu ihrer Politisierung bei. Jedenfalls arbeitete sich die junge Frau bis in den Diplomatischen Dienst der DDR hoch, war schließlich als Dolmetscherin (Spanisch) tätig, die Thiemann zu einer Zeit Aufenthalte im Ausland ermöglichten, die normalen DDR-Bürgern verwehrt waren. Nachdem sie Ende der fünfziger Jahre den in der DDR bekannten Fußballer und Sportjournalisten Klaus Thiemann kennengelernt hatte, heiratete das junge Paar. Nach dem Bau der Mauer am 13. August 1961 empfand Thiemann trotz gewisser Vorteile, die ihr die berufliche Tätigkeit einbrachten, ihren Staat zunehmend als Beengung. Vor allem sah sie für ihren über alles geliebten Sohn die Chancen für eine Zukunft schwinden. Nach vielen Diskussionen entschloss sich das Paar zur Flucht in den Westen. Dabei sollte der Sohn praktisch im Voraus in einem Auto in die Freiheit geschmuggelt werden. Offensichtlich durch Verrat scheiterte diese Flucht am 29. Dezember 1972 am durch mehrere Fluchtunternehmen bereits bekannten Grenzübergang Invalidenstraße. Thiemann, die die Flucht ihres damals elfjährigen Sohnes Carsten und das Scheitern beobachtet hatte, wurde verhaftet. Um ihren Sohn und den Ehemann zu schützen, nahm sie alle Schuld auf sich und wurde am 22. Mai 1973 zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt, während ihr Sohn in die Obhut des Vaters kam. Ellen Thiemann wurde zunächst nicht freigekauft, sondern Ende Mai 1975 in die DDR entlassen. Nach intensiven Bemühungen ihres Anwaltes Wolfgang Vogel, zu dem sie nach dessen Umzug an den Schliersee in Bayern bis zu dessen Tod eine herzliche Verbindung unterhielt, konnte sie mit ihrem Sohn endlich freigekauft werden und am 19. Dezember desselben Jahres die DDR verlassen. Im Westen angekommen, begann Thiemann eine journalistische Karriere, die sie bis zur Ressortleiterin im Kölner Express empor trug. Von Beginn an nutzte sie die dadurch ermöglichte Chance, die Öffentlichkeit über Hoheneck und die in der DDR furchtbaren Bedingungen in den Haftanstalten zu informieren. Ihr gelang es schließlich, hochrangige Politiker, wie den damaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher, zu einem Besuch in Hoheneck zu veranlassen. Der bereits vorbereitete, von Thiemann angestoßene Besuch von Helmut Kohl in Hoheneck scheiterte an den widrigen Wetterbedingungen, die eine Nutzung des Hubschraubers unmöglich machte. Über ihre Haft in Hoheneck veröffentlichte sie viel beachtete Bücher (Stell dich mit den Schergen gut. Herbig, München 1990, ISBN 3-7766-1655-5; Der Feind an meiner Seite. Herbig, München 2005, ISBN 3-7766-2453-1 (mit einem Geleitwort von Joachim Gauck) und Wo sind die Toten von Hoheneck? Herbig, München 2013, ISBN 978-3-7766-2750-3 (mit einem Geleitwort von Norbert Lammert). Ihr zweites Buch basierte auf der erschütternden Erkenntnis, dass ihr eigener Mann als IM „Mathias“ die seinerzeitige Flucht an das MfS verraten hatte. Die Enttäuschung über diesen Verrat durch „den engsten Vertrauten“ hat Thiemann nie wirklich verwunden. In ihrem Buch Der Feind an meiner Seite hat die Autorin sich ihre Erkenntnisse und ihre verletzten Gefühle über diesen Verrat nach dem Studium ihrer Stasiakten von der Seele geschrieben. Auch durch vielfache TV-Futures, unzählige Interviews und zahlreiche Artikel wirkte Ellen Thiemann an der Bewusstwerdung über die politischen Verfolgungen in der DDR in einem unübersehbaren Umfang mit. Bis zuletzt galten ihre Gedanken der Sorge, dass die Leiden von Hoheneck und den anderen Haftanstalten in Vergessenheit geraten könnten. In einem letzten Telefonat appellierte sie eindringlich, in ihrem Sinn weiterhin engagiert zu bleiben. Die unverwechselbare Stimme von Hoheneck ist tot. Ihr Vermächtnis wird weiter leben, solange Zeitzeugen das gemeinsame Anliegen und damit die Erinnerung an diese eindrucksvolle Frau bewahren. Liebe Ellen, wir werden Dich nie vergessen. * Tatjana Sterneberg war selbst von 1973 – 1976 in Hoheneck inhaftiert. Carl-Wolfgang Holzapfel war 1962 durch die Zeitzeugin Anneliese Kirks (1950-1960) erstmals auf Hoheneck aufmerksam geworden und hatte sich seither für die Freilassung politischer Gefangener engagiert. Beide Autoren waren mit der Verstorbenen befreundet. © 2018 V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785 (1.382). eddasperling@hotmail.com
Sabine Kempf-Burzlaff aus Stollberg schrieb am 7. Mai 2018 um 14:31:
Am 06. Mai 2018 verstarb Ellen Thiemann im Alter von 80 Jahren Über 40 Jahre ihres Lebens trug sie unermüdlich zur Aufarbeitung begangenen DDR-Unrechts bei, nicht zuletzt und explizit um das Geschehen im berüchtigten Frauenzuchthaus Hoheneck. Möge die Politik, Vereine, Verbände und andere Institutionen den ehemaligen Hoheneckerinnen und ehrenamtlich Tätigen unterstützend beistehen das Andenken an ihre besondere Lebensleistung, in der entstehenden und längst überfälligen Gedenkstätte Hoheneck, aufrecht zu erhalten und zu bewahren. Ein zuletzt von ihr geäußerter Wunsch mir gegenüber lautete, alles zu versuchen um die ehemaligen Hoheneckerinnen zu einen. Gemeinsam, in professioneller, transparenter, ehrlicher und uneigennütziger Zusammenarbeit mit den ehemalig Drangsalierten und den Institutionen und dergestalt ein würdiges Gedenken und Erinnern am politisch historischen Ort Hoheneck zu verwirklichen. Einen Beitrag, ihrem Wunsch entsprechend, mag ich in freundschaftlich lieber Erinnerung und Dankbarkeit ihr gegenüber nach meinen Kräften und Möglichkeiten leisten. In stillem Gedenke Sabine Kempf-Burzlaff Gedicht zum Thema Tod und Sterben Du kannst Tränen vergießen, weil sie gegangen ist oder Du kannst lächeln, weil sie gelebt hat. Du kannst Deine Augen schließen und beten dass sie zurückkommen wird oder Du kannst Deine Augen öffnen und sehen was von ihr geblieben ist. Dein Herz kann leer sein weil Du sie nicht... Weiterlesen
Am 06. Mai 2018 verstarb Ellen Thiemann im Alter von 80 Jahren Über 40 Jahre ihres Lebens trug sie unermüdlich zur Aufarbeitung begangenen DDR-Unrechts bei, nicht zuletzt und explizit um das Geschehen im berüchtigten Frauenzuchthaus Hoheneck. Möge die Politik, Vereine, Verbände und andere Institutionen den ehemaligen Hoheneckerinnen und ehrenamtlich Tätigen unterstützend beistehen das Andenken an ihre besondere Lebensleistung, in der entstehenden und längst überfälligen Gedenkstätte Hoheneck, aufrecht zu erhalten und zu bewahren. Ein zuletzt von ihr geäußerter Wunsch mir gegenüber lautete, alles zu versuchen um die ehemaligen Hoheneckerinnen zu einen. Gemeinsam, in professioneller, transparenter, ehrlicher und uneigennütziger Zusammenarbeit mit den ehemalig Drangsalierten und den Institutionen und dergestalt ein würdiges Gedenken und Erinnern am politisch historischen Ort Hoheneck zu verwirklichen. Einen Beitrag, ihrem Wunsch entsprechend, mag ich in freundschaftlich lieber Erinnerung und Dankbarkeit ihr gegenüber nach meinen Kräften und Möglichkeiten leisten. In stillem Gedenke Sabine Kempf-Burzlaff Gedicht zum Thema Tod und Sterben Du kannst Tränen vergießen, weil sie gegangen ist oder Du kannst lächeln, weil sie gelebt hat. Du kannst Deine Augen schließen und beten dass sie zurückkommen wird oder Du kannst Deine Augen öffnen und sehen was von ihr geblieben ist. Dein Herz kann leer sein weil Du sie nicht mehr sehen kannst oder es ist voll von der Liebe die sie mit Dir geteilt hat. Du kannst dem Morgen den Rücken drehen und im Gestern leben oder Du kannst dankbar für das Morgen sein, eben weil Du das Gestern gehabt hast. Du kannst immer nur daran denken, dass sie nicht mehr da ist, oder Du kannst die Erinnerungen an sie pflegen und sie in Dir weiterleben lassen. Du kannst weinen und Deinen Geist verschließen, leer sein und Dich abwenden oder Du kannst tun was sie wünschen würde: Lächeln, die Augen öffnen, lieben und weitermachen... Verfasser (mir) unbekannt
Schneider Herbert aus 4055 Duisburg schrieb am 7. Mai 2018 um 12:34:
Da ich hier vermisse, den Nachruf zu Ellen Thiemann. Möchte ich es hiermit erledigen. Liebe Ellen alles Gute auf deine letzte Reise und Ruhe in Frieden. Deine Kameraden Herbert Freigekauft politische Häftlinge.
Da ich hier vermisse, den Nachruf zu Ellen Thiemann. Möchte ich es hiermit erledigen. Liebe Ellen alles Gute auf deine letzte Reise und Ruhe in Frieden. Deine Kameraden Herbert Freigekauft politische Häftlinge.
Edda Sperling aus Potsdam/Berlin schrieb am 7. Mai 2018 um 9:43:
Nachruf für Ellen Thiemann verstorben am 06. Mai 2018 https://17juni1953.wordpress.com/2018/05/06/ellen-thiemann-die-stimme-von-hoheneck-ist-tot/ eddasperling@hotmail.com
Nachruf für Ellen Thiemann verstorben am 06. Mai 2018 https://17juni1953.wordpress.com/2018/05/06/ellen-thiemann-die-stimme-von-hoheneck-ist-tot/ eddasperling@hotmail.com
Naumann, Inge schrieb am 3. Mai 2018 um 17:37:
Diese Zeilen sind Ellen Thiemann gewidmet. Zeilen meiner Lebenserfahrung aus heutiger Sicht: Außerhalb der Familie scheint sich niemand zu interessieren was geschehen war, wenige fragen, was wir durchgemacht haben-aus Gleichgültigkeit? Die etablierte "Industrie" entdeckt die Verbrechen, und das ist schlimm, weil das Eigentliche in Vergessenheit gerät-die Einzelperson, das Einzelschicksal. Der Einzelne grübelt allein für sich, was erlebt wurde ohne dies öffentlich bestätigt zu bekommen. Kleine Tatsachenberichte Einzelner sind Edelsteine, Regale über Regale mit trivialer Literatur der "Industrie" füllen Bibliotheken und Buchläden. Der Betroffene verliert das Interesse am eigentlichen Geschehen, er muss mit sich selbst fertig werden. Einzelne werden korrumpiert und passen sich an, weil es Macht und Gewinn verspricht. "Wahrheiten, die nicht ständig hinterfragt werden, wirken nicht länger als Wahrheit, sie werden durch Übertreibung zur Unwahrheit" J.S.Mill Geschichtsverfälschung empört die eigentlichen Opfer, da die verwerfliche Politik sich zu rechtfertigen versucht (Einigungsvertrag). Öffentliche und private Mittel werden für das Gedenken eingesetzt, das Produkt ist meistens wertlos, es ist nicht dem Leiden der Opfer gewidmet, sondern dient der Erhöhung der "Industrie". Leiden sind nicht vergleichbar, das wäre eine moralische Farce. Menschen im Elend sind nicht vergleichbar-so Plato-. Die Massenvernichtung der Juden durch die Nazis sind heutzutage fast der einzige Bezug-weltweit-. Einige sprechen... Weiterlesen
Diese Zeilen sind Ellen Thiemann gewidmet. Zeilen meiner Lebenserfahrung aus heutiger Sicht: Außerhalb der Familie scheint sich niemand zu interessieren was geschehen war, wenige fragen, was wir durchgemacht haben-aus Gleichgültigkeit? Die etablierte "Industrie" entdeckt die Verbrechen, und das ist schlimm, weil das Eigentliche in Vergessenheit gerät-die Einzelperson, das Einzelschicksal. Der Einzelne grübelt allein für sich, was erlebt wurde ohne dies öffentlich bestätigt zu bekommen. Kleine Tatsachenberichte Einzelner sind Edelsteine, Regale über Regale mit trivialer Literatur der "Industrie" füllen Bibliotheken und Buchläden. Der Betroffene verliert das Interesse am eigentlichen Geschehen, er muss mit sich selbst fertig werden. Einzelne werden korrumpiert und passen sich an, weil es Macht und Gewinn verspricht. "Wahrheiten, die nicht ständig hinterfragt werden, wirken nicht länger als Wahrheit, sie werden durch Übertreibung zur Unwahrheit" J.S.Mill Geschichtsverfälschung empört die eigentlichen Opfer, da die verwerfliche Politik sich zu rechtfertigen versucht (Einigungsvertrag). Öffentliche und private Mittel werden für das Gedenken eingesetzt, das Produkt ist meistens wertlos, es ist nicht dem Leiden der Opfer gewidmet, sondern dient der Erhöhung der "Industrie". Leiden sind nicht vergleichbar, das wäre eine moralische Farce. Menschen im Elend sind nicht vergleichbar-so Plato-. Die Massenvernichtung der Juden durch die Nazis sind heutzutage fast der einzige Bezug-weltweit-. Einige sprechen nicht über das, was geschehen war, andere wollten reden, aber keine- oder wenige Deutsche wollten und wollen zuhören, um sich damit nicht zu konfrontieren? Die sogenannten bürgerrechtlichen "Eliten" gehen konform mit der Politik um überlieferte Ziele wie Assimilation und Macht zu erreichen. Mit kleinen Vorbehalten stimmen die wichtigen Organisationen politisch allem zu, es kommt nicht zur Aufarbeitung des diktatorischen Kommunismus, wie es 1945 nicht zur Entnazifizierung kam. Man stimmt für die "Wiedereingliederung", die mit dem "Einigungsvertrag" längst stattgefunden hat. Typisch für Deutschland. Für nicht Betroffene: Mit "Industrie" meine ich natürlich die etablierte "Aufarbeitungsindustrie". Naumi
Regina Labahn aus Wülfrath schrieb am 2. Mai 2018 um 19:51:
Lassen wir uns nicht unterkriegen von den wieder salonfähig gemachten Genossen. Sagen wir auch weiter die Wahrheit über das DDR-Regime. Das kein Opfer der unmenschlichen Diktatur je vergessen wird.
Lassen wir uns nicht unterkriegen von den wieder salonfähig gemachten Genossen. Sagen wir auch weiter die Wahrheit über das DDR-Regime. Das kein Opfer der unmenschlichen Diktatur je vergessen wird.
i.A. Bianca Eichhorn, Stadt Stollberg aus Stollberg schrieb am 2. Mai 2018 um 19:50:
Liebe Hoheneckerinnen, ihr Engagement und ihr Mut machen es möglich, dass geschehenes Unrecht nicht in Vergessenheit gerät. Ihre Arbeit und Ihr Einsatz sind wichtig um zu zeigen, wie wertvoll eine demokratische Welt ist. Die Stadt Stollberg wird Sie weiterhin dabei unterstützen, die Geschichte der SED-Diktatur, Ihre Geschichte, aufzuarbeiten und zu verarbeiten und sie den jungen Menschen von heute zugänglich machen. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Kraft und Mut, für diesen schwierigen Weg und freuen uns, die Gedenkstätte zusammen mit Ihnen einzuweihen.
Liebe Hoheneckerinnen, ihr Engagement und ihr Mut machen es möglich, dass geschehenes Unrecht nicht in Vergessenheit gerät. Ihre Arbeit und Ihr Einsatz sind wichtig um zu zeigen, wie wertvoll eine demokratische Welt ist. Die Stadt Stollberg wird Sie weiterhin dabei unterstützen, die Geschichte der SED-Diktatur, Ihre Geschichte, aufzuarbeiten und zu verarbeiten und sie den jungen Menschen von heute zugänglich machen. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Kraft und Mut, für diesen schwierigen Weg und freuen uns, die Gedenkstätte zusammen mit Ihnen einzuweihen.
i.A. M.Heidrich, Der Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur aus Dresden schrieb am 2. Mai 2018 um 19:49:
Der Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Lutz Rathenow, sowie all seine Mitarbeiter gedenken dem Leid und dem Widerstand der ehemaligen Hoheneckerinnen. Wir wünschen viel Kraft und Mut für die Zukunft.
Der Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Lutz Rathenow, sowie all seine Mitarbeiter gedenken dem Leid und dem Widerstand der ehemaligen Hoheneckerinnen. Wir wünschen viel Kraft und Mut für die Zukunft.
Anna v.Arnim-Rosenthal, für die Bundesstiftung Aufarbeitung aus Berlin schrieb am 2. Mai 2018 um 19:47:
Liebe Zeitzeuginnen, es sind Ihre Erinnerungen, die das Vergangene für die Jugendlichen greifbar machen. Nicht aus dem Schulbuch erfahren sie, welches Unrecht sich in den persönlichen Lebensgeschichten ereignet hat. Nicht in den Klassenzimmer bekamen sie einen Eindruck davon, unter welchen unwürdigen Bedingungen politische Häftlinge in der DDR inhaftiert waren. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur dankt Ihnen alle für Ihre Ausdauer und Beharrlichkeit und wünscht Ihnen weiterhin Kraft und Gesundheit - spätestens zur Eröffnung der fertig gestellten Gedenkstätte sehen wir uns hier wieder.
Liebe Zeitzeuginnen, es sind Ihre Erinnerungen, die das Vergangene für die Jugendlichen greifbar machen. Nicht aus dem Schulbuch erfahren sie, welches Unrecht sich in den persönlichen Lebensgeschichten ereignet hat. Nicht in den Klassenzimmer bekamen sie einen Eindruck davon, unter welchen unwürdigen Bedingungen politische Häftlinge in der DDR inhaftiert waren. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur dankt Ihnen alle für Ihre Ausdauer und Beharrlichkeit und wünscht Ihnen weiterhin Kraft und Gesundheit - spätestens zur Eröffnung der fertig gestellten Gedenkstätte sehen wir uns hier wieder.
Frank Auer aus Eschweiler schrieb am 28. April 2018 um 12:27:
Der folgende Beitrag ist speziell Ellen Thiemann gewidmet, die, wie ich durch ein persönliches Gespräch mit ihr in den letzten Tagen erfahren habe, im Sterben liegt. Die ehemalige zu Unrecht inhaftierte ex. politische Gefangene in Hoheneck, hat als erstes über die unmenschlichen und qualvollen Haftbedingungen in der ehemaligen DDR berichtet. Als Bauchautorin, Journalistin und Zeitzeugenreferentin hat sie mehrere Bücher herausgebracht, im TV und Radio aufgetreten und war als Zeitzeugenreferentin mehr als 40 Jahre tätig. Selbst Anzeigen, Anfeindungen, gar Morddrohungen von alten Seilschaften schreckte sie nicht davor ab uns über ein unmenschliches Regime aufzuklären. Ihren Mut und Zivilcourage uns über diese Verbrechen zu informieren, hat letztendlich dazu geführt, dass diese unheilbar an Krebs erkrankt ist. Denn Ellen Thiemann, ist nicht mal soeben an Krebs erkrankt! Schuld sind alte Seilschaften. Mit hinterhältigen Methoden haben diese es erreicht, die Wohnung von Ellen Thiemann zu verstrahlen, Strahlen die einen unheilbaren Krebs ausgelöst haben. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, damit es nicht heißt: Ellen Thiemann ist unheilbar an Krebs erkrankt. Nein! Wichtig ist es stets zu erwähnen, dass das unheilbare Krebsleiden ihr durch hinterlastige, feige und verbrecherische Methoden zugeführt worden ist. Die Täter wird man vermutlich niemals ausfindig machen können. Mit perfiden Mittel haben, diese... Weiterlesen
Der folgende Beitrag ist speziell Ellen Thiemann gewidmet, die, wie ich durch ein persönliches Gespräch mit ihr in den letzten Tagen erfahren habe, im Sterben liegt. Die ehemalige zu Unrecht inhaftierte ex. politische Gefangene in Hoheneck, hat als erstes über die unmenschlichen und qualvollen Haftbedingungen in der ehemaligen DDR berichtet. Als Bauchautorin, Journalistin und Zeitzeugenreferentin hat sie mehrere Bücher herausgebracht, im TV und Radio aufgetreten und war als Zeitzeugenreferentin mehr als 40 Jahre tätig. Selbst Anzeigen, Anfeindungen, gar Morddrohungen von alten Seilschaften schreckte sie nicht davor ab uns über ein unmenschliches Regime aufzuklären. Ihren Mut und Zivilcourage uns über diese Verbrechen zu informieren, hat letztendlich dazu geführt, dass diese unheilbar an Krebs erkrankt ist. Denn Ellen Thiemann, ist nicht mal soeben an Krebs erkrankt! Schuld sind alte Seilschaften. Mit hinterhältigen Methoden haben diese es erreicht, die Wohnung von Ellen Thiemann zu verstrahlen, Strahlen die einen unheilbaren Krebs ausgelöst haben. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, damit es nicht heißt: Ellen Thiemann ist unheilbar an Krebs erkrankt. Nein! Wichtig ist es stets zu erwähnen, dass das unheilbare Krebsleiden ihr durch hinterlastige, feige und verbrecherische Methoden zugeführt worden ist. Die Täter wird man vermutlich niemals ausfindig machen können. Mit perfiden Mittel haben, diese es nun geschafft, eine mutige Frau in den Tod zu treiben. Doch diesen Hintergrund wird die Öffentlichkeit sehr wahrscheinlich nie erfragen bzw. erfahren. Denn leider wird sich mit dieser Thematik viel zu wenig beschäftigt. Wenn man die Täter von einst nicht alle rehabilitiert gehabt hätte und zur Rechenschaf gezogen hätte, wären die Opfer, z. B. Ellen Thiemann vor solchen Attacken besser geschützt gewesen. Doch so haben es „Verbrecher“ geschafft ein Leben zu ruinieren. Persönlich kann ich aber sagen, ich gehöre zu denjenigen, die Ellen Thiemann nie vergessen werden. Meine Gedanken sind in diesen Stunden bei den Angehörigen und allen die sich Ellen verbunden fühlen. Frank Auer Frank_auer@freenet.de
Edda Sperling aus Berlin schrieb am 19. Januar 2018 um 9:23:
Lieber Frauenkreis, der erste Gästebucheintrag war am 14. Dezember 2017, leider ist dieser seit 1 Monat noch nicht moderiert worden. Ich würde es auch gut finden wenn ehemalige Hoheneckerinnen hier im Gästebuch ihre aktuelle Mailadresse hinterlassen würden damit wir uns hier austauschen können über unsere Haftzeit in der Hölle von Hoheneck. Viele Grüße Edda Sperling eddasperling@hotmail.com
Lieber Frauenkreis, der erste Gästebucheintrag war am 14. Dezember 2017, leider ist dieser seit 1 Monat noch nicht moderiert worden. Ich würde es auch gut finden wenn ehemalige Hoheneckerinnen hier im Gästebuch ihre aktuelle Mailadresse hinterlassen würden damit wir uns hier austauschen können über unsere Haftzeit in der Hölle von Hoheneck. Viele Grüße Edda Sperling eddasperling@hotmail.com
Anke Jauch aus 41352 Korschenbroich schrieb am 14. Dezember 2017 um 23:31:
Lieber Frauenkreis, als ehemalige Kameradin möchte ich mich für diese neue Homepage bedanken und dem neugewählten Vorstand alles Gute wünschen. Für eine erfolgreiche, wichtige und interessante Zeitzeugenarbeit zur deutschen Geschichte sollte aber zwingend diese HP verbessert, konkretisiert werden. Und dabei geht es gar nicht,dass sich ein Spendenaufruf an vierte Stelle oben befindet und die Zeitzeugen, wovon der Frauenkreis LEBT sich an 7.Stelle befindet. Dazu nicht eine einzige Zeitzeugin namentlich vorgestellt wird. Wir leben noch!!! Wir kämpfen noch!!! Vielleicht gibt es eine Rund E-Mail an Ehemalige die bereit sind, die HP mitzugestalten oder Anregungen liefern zur historischen Aufarbeitung. Viel Glück,Kraft und Erfolg Herzliche Grüße Anke Jauch
Lieber Frauenkreis, als ehemalige Kameradin möchte ich mich für diese neue Homepage bedanken und dem neugewählten Vorstand alles Gute wünschen. Für eine erfolgreiche, wichtige und interessante Zeitzeugenarbeit zur deutschen Geschichte sollte aber zwingend diese HP verbessert, konkretisiert werden. Und dabei geht es gar nicht,dass sich ein Spendenaufruf an vierte Stelle oben befindet und die Zeitzeugen, wovon der Frauenkreis LEBT sich an 7.Stelle befindet. Dazu nicht eine einzige Zeitzeugin namentlich vorgestellt wird. Wir leben noch!!! Wir kämpfen noch!!! Vielleicht gibt es eine Rund E-Mail an Ehemalige die bereit sind, die HP mitzugestalten oder Anregungen liefern zur historischen Aufarbeitung. Viel Glück,Kraft und Erfolg Herzliche Grüße Anke Jauch